Samstag, 9. Januar 2010

CES Keynote Dr. Paul E. Jacobs, Qualcomm

Ist schon etwas verrückt. Heute hatte ich zur Zeit der Keynote andere Termine und hab nun die gesamten 1 Stunde 11 Minuten im Hotelzimmer als Videostream angeschaut. Deshalb auch leider erstmal keine Bilder. Mal sehen, vielleicht gibt es zu den Geräten noch Pressefotos oder morgen kommen eigene dazu.

Der CDMA-Pionier und Wireless Chipsetspezialist gab sich zum ersten mal die Ehre in Form einer CES Keynote. Das Unternehmen kommt allmählich auf Touren, was komplette Systemlösungen angeht. Die Qualcomm Keynote war beeindruckend und natürlich auch mit aktueller Würze: Schliesslich nutzt das von Google gerade gelaunchte Nexus One den Qualcomm "Snapdragon" Prozessor.

Der erste Gast auf der Bühne kam somit logischerweise von HTC. HP und Lenovo folgten. Und alle mit brandneuen Entwicklungen auf Basis des Qualcomm-Prozessors. Das erste Android-basierte Netbook, das HP gerade entwickelt, genauso wie das "Skylight" von Lenovo.

Vom Smartphone zum Smartbook sollte der Weg gezeigt werden. Fullscreen Flashsupport wurde zumindest für das Lenovo-Gerät, das wohl auf Linux-Basis läuft, versprochen. Und die Laufzeit der Smartbooks soll, wie ein Smartphone auch, mindesten einen ganzen Tag betragen, damit die Verbindung über den Tag nicht abgebaut werden muß. Und natürlich auch mit voller 3G Unterstützung. Eine etwas erweiterte Definition von "always on".

BrewMP als neuste hardwarebasierte low cost Smartphoneplattform, die auch im HTC Sense zu finden sein wird, durfte natürlich genauso wenig fehlen, wie das mobile Flo TV, das jetzt in den USA als persönliches "Überall-privat-TV", allerdings mit Monatsgebühren kommen soll.

Um den Innovationsreigen komplett zu machen, wurde Mirasol gezeigt, ein farbiger und Video Playout-fähiger Reader. Leider gab es keine Details zum wann und wie, aber zumindest im Videostream sah der Reader sehr ansprechend aus.

Gegen Ende dann noch ein Exkurs in Qualcomm-basierte WiFi-Produkte, die D-Link vorstellte und 3 parallele HD-Videostreams basierend auf WiFi Streams demonstrierte. Und auch ein Exkurs in die aktuellen Fitness und eHealth-Produkte fehlte nicht. Überall ist Qualcomm mit Chipsetentwicklungen involviert.

Ein toller Lifeblog mit Fotos auch von electricpig auf Scribblelive für alle, die gern sämtliche Details zur Keynote wissen wollen.

Eine echte Druckbetankung zum heute schon möglichen wireless connected Life. Und schon zu Anfang kam noch ein weiteres Announcement: Qualcomm wird ChromeOS aktiv als Plattform für Smartbooks unterstützen.

Freitag, 8. Januar 2010

CES 2010 Keynote Paul Otellini

Zweimal dieselbe Bühne, aber eine ganz andere Präsentation. Die Unterschiede waren lange nicht mehr so gravierend, wie heute. Obwohl sie sich doch sicher gut verstehen, Steve Ballmer und der INTEL CEO. Schon immer waren sie füreinander da im Markt, um den Umsatz anzukurbeln. Nach dem eher fahrigen Auftritt gestern heute ein konzentrierter, bescheiden wirkender Mann, der konsequent das Ziel verfogt, Moores Law immer wieder neu zu interpretieren und den HW-Giganten auf der Erfolgsspur zu halten.



Und dabei kam der Entertainmentanteil nicht zu kurz. Trailer der erfolgreichsten 3D Produktionen von 2009 waren zu sehen, alle im Auditorium hatten die üblichen Brillen auf und Spaß dabei. Mit Stolz konnte Paul darstellen, wie die verfübaren Rechenkapazitäten Jahr für Jahr eindrucksvollere Animationsfilme ermöglichen.

Und auch die 3D Technologie braucht für die Nachbearbeitung von Videos richtig schön viel Rechenleistung. Aber immerhin: Mit einem core i7 Prozessor in einem High End Gaming System kann man auch schon heute die eigenen 3D Produktionen in Realtime bearbeiten. Die Kameras dazu sind noch nicht auf dem Markt, die Rechnerchips aber schon.



Und dann ging es Schlag auf Schlag: Netbooks mit Appstores auf Linux und Windows 7 Basis, das noch recht neue Wi-Di "wireles Display to Screen" Produkt, mit dem auf jedem HDMI TV die Laptop-Bilder und Videos wireless übertragen werden können (mit einem einfachen Adapter, die von OEMs bereits angeboten werden) ein erstes lauffähiges LG Handy mit Intel Prozessor und das an der Wand installierte Homepad, das beim Energiesparen helfen soll. Die "leaving home" Taste würde vorgeführt mit der unvermeidlichen Anspielung, ob diese Taste wohl den Stromasufall vom Vortag verursacht haben könnte. Nicht zu vergessen die Demo der kommenden STB-Chipsets, die einen grafisch aufwändigen animierten EPG zeigten, bei dem wie auf einer Slotmaschiene die verschiedenen TV-Sender nebeneinander ablaufen. Gemeinsam entwickelt mit Orange, die an einer nächsten IPTV STB Generation zusammen mit INTEL arbeiten.

Das alles war gekonnt aufbereitet, mit einigen Slapsticks der dann doch nicht möglichen Timemachine angerichtet und am Schluß wurden die Zuschauer vom "Magic Mirror" verabschiedet. So erfrischend kann eine techniklastige Keynote daherkommen. Understatement und etwas Humer und schon kann auch ein marktdominierender Gigant sympatisch rüberkommen. Ich hatte soviel Innovation heute nicht erwartet. Schön, wenn man auch mal überrascht wird.

Donnerstag, 7. Januar 2010

CES 2010 Impressionen zur Keynote von Steve Ballmer



Zum Bild: Vor der Keynote. Aktives "warten" der Blogger und Presseleute. Jeder mit seinem mobilen Screen.

Drinnen beginnt es dann eher gespenstisch mit einem gewaltigen 80 % Power Outage (Stromausfall) unmittelbar vor dem Start, der die Hauptanzeigen in Finsternis hüllt und eins der Demogeräte - ausgerechnet den TV mit integriertem PC – zerstört. Ein schlechtes Omen für Steve Ballmers 2010?

Dann mit einer Viertelstunde Verspätung hört man viele Allgemeinplätze, die zwar als Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr 2009 taugen, aber für 2010 nur sehr wenig wirklich neues bieten.

Am Besten war fast der CES-Trailer zu Beginn, der alle Keynotes und Events diesen Jahres anriss. Da waren News und Stimmung drin.

Dass Windows 7 ein Kassenschlager ist und von den Kunden mit 94 % Zufriedenheit angenommen wird, dem stimmt man gern zu. Selten war ein OS-Release unter der Windows Fahne von Beginn an so angenehm einfach zu installieren und zu nutzen. Und dass Windows 7 auch auf Netbooks ohne Einschränkung läuft, das ist alles sehr schön. Das nutze ich selbst mit Begeisterung. Aber neu ist das nicht.

Dann , noch im Abspann der Windows 7 Story, die in den Vorberichten diskutierten „Slates“. Kompakte PADs, die letztlich Netbooks mit Touchscreen sind. HP soll bald einige dieser Geräte anbieten, richtig konkret klang das aber nicht.

Fast verschämt holt Steve das HTC HD2 mit Qualcoms Snapdragon Prozessor aus der Tasche, ohne irgendeine App zu zeigen. Hat nicht gestern Google ein von der Hardware her sehr ähnliches Gerät mit großem Knall als verfügbar angekündigt, das die Fachpresse mehr begeistert hat, als eben dieses schon 3 Monate „alte“ Gerät?

ZuneHD wird oft erwähnt, ist aber keine neue Sache, auch wenn der Player super kompakt ist und als einer der ersten HD kann.

Die X-Box 360 hat den Schlussakkord. Hier hofft der Gigant aus Redmont in diesem Jahr mit einer neuen exklusiven Halo Version im Spielemarkt durchzustarten. Aber auch die Klassiker, die Atari-Spiele von früher, kommen absolut realistisch - inclusive Originalton - über Gamesroom zum Kunden. Und das netterweise auch auf dem PC.

Die Demos zur Ankündigung von Spielen mit Natal-Funktion noch für dieses Jahr, also dem Spielen ohne Controller nur mit eigenem Körpereinsatz lassen Erinnerungen an die hopsenden Kids vor den Playstations mit EyeToy hochkommen. Oder man denkt an Wii Pad Spiele ohne Pad...

Man wird den Eindruck nicht los, die Softwareschmiede kommt in die Jahre. Es sind nicht mehr die „Nerds“, wie es Bill Gates auch einer war, gefragt. Smart Minds unter den Digital Natives suchen ein offeneres Arbeitsumfeld, freie Kontakte mit allen Communities, nicht die bekannte Redmonter Abschottung. Da wollen solche Youngster nicht hin. Und außerdem ist es hoch im Norden so kalt. Dann doch lieber im Silicon Valley mit seiner einzigartigen Atmosphäre bei einem Startup oder dem Internet Search-Giganten ganz Neues ausprobieren. Nicht nur „bing bing bing“-Remakes. Das ist nicht wirklich cool, auch wenn die Microsoft Suchmaschine jetzt auf HP-Rechnern vorinstalliert werden soll. Mal sehen, was die EU Kommissare nun wieder dazu sagen werden...

Mittwoch, 6. Januar 2010

Gadget Shoppping around the Clock


Ist schon frappierend, wie sich das immer weiter entwickelt. Statt kalter Coke gibts jetzt schon Best Buy Artikel, wie eine Menge Handy und PC-Zubehör rund um die Uhr zu kaufen. Und das zu den ganz normalen Best Buy Preisen. Der Automat im MGM Grand Las Vegas hat mich beeindruckt.